Mittwoch, 1. März 2017

Inflation frisst Lohnsteigerung 2017 auf

Ausgerechnet im Wahljahr dürften viele Arbeitnehmer so wenig von ihrem Lohn haben wie seit langem nicht. Grund ist die anziehende Inflation. Im Februar 2017 war sie in Deutschland mit 2,2 Prozent so hoch wie zuletzt vor viereinhalb Jahren.


Quelle: Statistisches Bundesamt, Schätzungen für 2017 Commerzbank, Korn Ferry, eigene Berechnungen

Pendelt sich die Teuerung auf diesem Niveau ein, werden die Bruttolohnzuwächse in den meisten Branchen nicht ausreichen, um die Geldentwertung auszugleichen. Das gilt vor allem für die städtischen Zentren, wo die Preise deutlich schneller steigen als auf dem Land.

Schon 2016 sah das schwächsten reale Einkommensplus der vergangenen drei Jahre, und das obwohl die Teuerung bundesweit im Jahresschnitt nur bei 0,5 Prozent lag. Von den zwei Prozent Zuwachs bei den Tarifverdiensten blieben unter dem Strich 1,5 Prozent.


Quelle: Statistisches Bundesamt, für 2017 Projektion


Davon können die meisten Arbeitnehmer 2017 wohl nur träumen. Für das laufende Jahr erwarteten die Auguren zwar Gehaltsverbesserungen von bis zu 2,5 Prozent. Nur wird davon abzüglich der hochschnellenden Kosten nicht viel übrig bleiben

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