Mittwoch, 8. Februar 2017

So groß sind die Gehaltsunterschiede

Nicht nur innerhalb Europas gibt es beträchtliche Einkommensunterschiede, sondern auch innerhalb Deutschlands, von Bundesland zu Bundesland.

Wie stark das West-Ost-Gehaltsgefälle (immer noch) ist, zeigt jetzt der Gehaltsreport 2017 von Stepstone.

Demnach verdient eine durchschnittliche Fachkraft in Europas größter Volkswirtschaft brutto 57.150 Euro im Jahr (zum aktuellen Kurs umgerechnet sind das ungefähr 61.000 Dollar).

Die besten Einkommensmöglichkeiten gibt es Hessen, wohl nicht zuletzt wegen des europäischen Finanzzentrums Frankfurt a.M. Dort ist ein Gehalt von 62.055 Euro quasi normal.


Quelle: Stepstone.de, eigene Recherche

Das Bundesland mit dem niedrigsten Lohnniveau ist Sachsen-Anhalt. Fach- und Führungkräfte in dem 2,3-Millionen-Einwohner-Land müssen im Mittel mit 41.800 Euro auskommen.

Deutlich unter dem Durchschnitt liegen auch Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In 27 Jahren Einheit hat sich das Gehaltsniveau in Ost- und West angenähert.
Von einem Gleichstand kann aber keine Rede sein.


Quelle: Stepstone.de, eigene Recherche

Aktuell ist es so, dass ein Experte in Frankfurt fast 50 Prozent mehr verdient als in Magdeburg. Der Historiker in mir muss daran denken, dass beide bedeutende Städte des deutschen Mittelalters sind. Wobei anzumerken ist: In Sachsen-Anhalt ist auch ein Teil der Lebenshaltungskosten deutlich geringer als in Hessen.

Und auch die Work-Life-Balance muss im Osten nicht unbedingt schlechter sein.

Wirtschaftlich gesehen leiden die östlichen Bundesländer nach wie vor unter dem historischen Erbe, dass Weltkonzerne ihren Sitz und viele ihrer Produktionsstätten in der alten Bundesrepublik haben. Einige löbliche Ausnahmen gibt es.

Aber die Schatten von Teilung, Kommunismus und Kaltem Krieg sind lang




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