Mittwoch, 15. Februar 2017

Eine interessante Statistik

In den Tiefen der amtlichen Statistik stößt man auf einiges, auch auf so manche Wahrheit, die eher unbequem ist. Zum Beispiel diese:

Die Folgen von Migration haben in der Vergangenheit eher zu einer Belastung als zu einer Entlastung des deutschen Sozialstaats geführt. Das zeigt eine einfache Rechnung. Der Ausländer-Anteil an der Gesamtbevölkerung Deutschlands liegt bei elf bis zwölf Prozent. Der Anteil von Nichtdeutschen an den Hartz-IV-Empfängern beträgt dagegen fast ein Drittel.

Rund jeder achte ausländische Mitbürger ist Leistungsberechtigter im Sinne des Sozialgesetzbuchs.


Ausländer stellten 2015 laut amtlichen Zahlen 10,5 Prozent der Bevölkerung.
Im Jahr 2016 dürfte der Anteil Richtung zwölf Prozent geklettert sein
Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Recherche

Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, als Nichtdeutscher Sozialhilfeempfänger zu sein, ist ungefähr dreimal so hoch wie als deutscher Staatsbürger.


Der Anteil der nichtdeutschen Einwohner an den Sozialhilfeempfängern ist deutlich höher als ihr Anteil an der Bevölkerung
Quelle: Arbeitsagentur, eigene Recherche

Ein ähnliches Muster zeigt sich auch bei den Arbeitsmarktzahlen: Anfang 2017 waren 5,7 Prozent der deutschen Staatsbürger als arbeitslos gemeldet, unter den Ausländern lag die Quote mehr als doppelt so hoch, bei 14,8 Prozent.

Aufschlussreich ist aber auch ein anderer Wert: Im Jahr 2016 hat die Zahl der regulären (also sozialversicherungspflichtigen) Beschäftigten mit deutscher Staatsbürgerschaft kaum noch zugenommen. Sie stieg in absoluten Zahlen nur um 34.000 oder 0,1 Prozent.

Die Zahl der ausländischen Beschäftigten in der Bundesrepublik ist dagegen um zehn Prozent geklettert, nämlich um 298.000 auf 3,3 Millionen (Stand November 2016). Mehr als die Hälfte dieser Jobs, laut Arbeitsagentur 151.000, haben Osteuropäer übernommen.

Daraus kann man ableiten, dass es einfach nicht mehr genügend Deutsche (zumindest mit der erforderlichen Qualifikation und Mobilität) gibt, um diverse Stellen zu besetzen. Die Alterung unserer Gesellschaft hinterlässt ihre Spuren.


Die Erwerbsbevölkerung Deutschlands ist zuletzt nur dank Zuwanderung wieder am Steigen
Quelle: Bloomberg
Für mich folgt daraus: Asylpolitik kann nicht als Ersatz für Einwanderungspolitik fungieren. Eine über humanitäre Schutzgewährung und die EU-Personenfreizügigkeit hinausgehende Migration sollte stärker auf die Qualifikation der Zuzügler ausgerichtet sein



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