Sonntag, 22. Januar 2017

Unsere Kaufkraft im Urlaub 2017

Die Feriensaison 2017 beginnt mit einer guten Nachricht: In wichtigen Urlaubsländern hat sich die Kaufkraft des "deutschen" Euro verglichen mit 2016 verbessert, mancherorts um mehr als ein Fünftel:


Quelle: OECD, Economist BigMac-Index, eigene Berechnungen


Den größten Gewinn gibt es trotz des Lira-Absturzes nicht etwa in der Türkei, sondern in England. In Großbritannien können sich deutsche und österreichische Urlauber jetzt 22 Prozent mehr leisten als noch vor einem Jahr. Brexit-Votum und Pfund-Verfall sei Dank.

Deutlich mehr Kaufkraft haben Urlauber nun auch in Mexiko. Der neue US-Präsident Donald Trump und seine Tweets haben den Peso so in die Mangel genommen, dass ein deutscher Euro in Acapulco mittlerweile 1,80 Euro wert ist.


Quelle: OECD, eigene Berechnungen



In der Türkei erwerben Touristen jetzt mit dem gleichen Geld 1,76 mal so viele Waren und Dienste wie zu Hause, letztes Jahr betrug der Faktor an der türkischen Riviera noch 1,63, ein Zuwachs der Urlauberkaufkraft um acht Prozent.

Das Britische Pfund bewegt sich prinzipiell in dieselbe Richtung wie Peso und Lira, allerdings von ganz anderem Ausgangsniveaus aus. Im Verhältnis zu unserer Währung ist der Sterling weiter zu teuer.
Auf der Insel kauft ein Euro Anfang 2017 nur rund drei Viertel der Waren und Dienstleistungen, die er hier bringt. Finanziell noch schwächer stehen Urlauber aus Deutschland (und Österreich) nur in Norwegen und der Schweiz da.

In der Eidgenossenschaft gibt es nur 63 Cent für den Euro, freilich waren es im Sommer 2015 auch mal nur 57 Cent. Derzeit kostet ein BigMac in Zürich laut "Economist" 6,50 Franken, also etwas über sechs Euro, 56 Prozent mehr als in der Eurozone.

Die höchste Power hat das deutsche Geld hingegen in Südafrika. Am Kap ist der Euro 2,13-mal so viel wert wie hier


Quelle: OECD, eigene Recherche 


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