Dienstag, 5. Januar 2016

Vorsicht vor diesen Lieblingen

Roche Holding, Daimler, Richemont, Axa, Prudential, and Barclays are analysts' darlings among European equities. These stocks have the highest percentage of buy recommendations at the beginning of 2016. In the past beingt that popular was almost almost a guarantee for bad performance in the months to come.

Ja, als Individuen sind wir klug, als Kollektiv sind wir dumm, ziemlich dumm. Das gilt für Banker, aber auch für Journalisten. 

Doch Dummheit bietet auch Chancen - zumindest für die, die der Dummheit nicht hinterherlaufen. Zugegeben, letztes Jahr hat es nicht funktioniert, aber in den meisten Zeiträumen können Anleger gute Rendite machen, wenn sie exakt das Gegenteil von dem tun, was ihnen die Gesamtheit der Analysten rät. 

Gemäß der Kontra-Strategie sollten Anleger auch bei den aktuellen Favoriten der Branchenexperten Vorsicht walten lassen und 2016 eher auf die Underdogs setzen. 

Die Darlings der Analysten im Dax sind derzeit, gemessen am Anteil der Kaufempfehlungen: Daimler, HeidelbergCement, Deutsche Telekom, SAP und Infineon. Bei diesen Titeln sind die Erwartungen hoch - und folglich auch das Enttäuschungspotenzial. 

Im HDax der 110 größten Firmen zählen neben Daimler der Cloud-Dienstleister Cancom, der Automobilzulieferer Hella KGaA, das Biotech-Unternehmen Evotec und das Fintech-Unternehmen Wirecard zu den Schätzchen der Zunft. 


Quelle: Bloomberg, eigene Recherche

Umgekehrt sind die "hässlichen Entlein" einen Blick wert: Im Dax sind das (abgesehen von dem Versorgern RWE, der sich als Unternehmen neu erfinden muss): Volkswagen, BASF, Lufthansa, K+S und Deutsche Bank.

Bei diesen Firmen sind die Erwartungen niedrig, positive Überraschungen könnten den Kurs nach oben katapultieren. 

Im HDax bringen es Kabel Deutschland, Hannover Rück, MAN, Kuka und Pfeffer Vacuum auf fast gar keine oder nur wenige Kaufempfehlungen. So groß wie die Skepsis ist, müssten sich diese Werte dieses Jahr besser entwickeln als der Index


Rating von Bloomberg: 5=höchster Wert (ausschließlich Kaufempfehlungen), 1=niedrigster Wert

Die unbeliebtesten Aktien auf europäischer Ebene sind Anfang 2016 der Chemieriese BASF aus Deutschland, der Energienetzbetreiber National Grid und das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline aus Großbritannien, der Maschinenbauer ABB und die Versicherung Zurich Insurance aus der Schweiz sowie der Energiekonzern ENI aus Italien.

Extrem populär sind dagegen neben Daimler die schweizerischen Konzerne Roche Holding (Pharma) und Richemont (Luxus), die französische Axa (Versicherung) sowie Prudential und Barclays (Finanzen) aus dem Vereinigten Königreich

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