Samstag, 2. Januar 2016

Aufsteiger und Absteiger

2015 war das Jahr Amerikas, und alles deutet darauf hin, dass auch 2016 ein amerikanisches Jahr werden wird. Die Vereinigten Staaten stellen jetzt, gemessen an der Marktkapitalisierung, mehr Unternehmen unter den Top-100 als alle anderen Nationen zusammen, nämlich 55!

Die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, China, ist mit elf Unternehmen unterdurchschnittlich vertreten. Darin spiegelt sich, dass die chinesischen Firmen zwar im heimischen Markt groß sind, oft aber noch keine weltweite Präsenz haben.

Nach dem zwischenzeitliche Börsenboom sind die Firmen aus dem Reich der Mitte im Jahr 2015 abgerutscht. Sie gehören zu den größten Verlierern der vergangenen zwölf Monate.

Die in der Ersten Liga der Weltwirtschaft vertretenen fünf Euro-Staaten Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Spanien bringen 13 Unternehmen in die Top-100 und damit mehr als die Volksrepublik mit ihren 1,3 Milliarden Einwohnern.

Die anderen BRIC-Mächte Brasilien, Russland und Indien sucht man vergebens.

Die Bundesrepublik bringt es mit sechs Unternehmen inzwischen auf fast so viele Firmen wie Großbritannien, das Mutterland des Kapitalismus.


Quelle: Bloomberg, Google Finance, eigene Recherche

In der Spitzengruppe hat es in den vergangenen zwölf Monaten markante Verschiebungen gegeben: Abgestiegen sind neben den Chinesen vor allem Energiefirmen: ExxonMobil ist von Rang zwei auf Rang fünf abgerutscht, Royal Dutch Shell von 24 auf Rang 42, BP rangiert nur noch an Position 70, die französische Total an Position 59. Der Verfalls der Rohstoffpreise fordert ihren Tribut.

Die Bergwerkskonzerne BHP Billiton und Rio Tinto, einst Riesen des globalen Kapitals, sind aus der Börsen-Oberliga ganz verschwunden.

Aufgestiegen und zwar rasant, sind dagegen Technologieunternehmen, neben AT&T vor allem der Internetkonzern Amazon, der von Platz 35 auf sechs nach oben schoss.


Rot: Absteiger des Jahres 2015, die immer noch unter den Top-20 sind
Quelle: Bloomberg, eigene Recherche

Das größte deutsche Unternehmen war Ende der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer mit einem Börsenwert von 96 Milliarden Euro (umgerechnet 104 Milliarden Dollar) auf Rang 66 der Weltrangliste, gefolgt von SAP und Daimler


Quelle: Bloomberg, eigene Recherche


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen