Samstag, 17. Oktober 2015

Merger mania once again?

The recent merger frenzy seems to hint at a last-minute panic in the stock markets. But is it really 1999/2000 all over again?

In der Vergangenheit haben frenetische Übernahme-Aktivitäten häufig das Ende eines Börsenbooms angekündigt. Auch jetzt mehren sich die Fusionen und Akquisitionen. Daher munkelt mancher: Bald ist es vorbei. Es ist genau wie 1999/2000.

Vor hat vor ein paar Tagen der größte Bierbrauer der Welt, Anheuser-Busch InBev, bekannt gegeben, den Konkurrenten SAB Miller zu schlucken. Mit einem Volumen von 115,3 Milliarden Dollar ist dieser Zusammenschluss der viertgrößte der Geschichte.

Um ein Haar hätte der kanadische Rohstoffriese Potash den Dax-Konzern K+S gegen den Willen des Managements und der hessischen Landesregierung gekauft. Jetzt ist die Rede von einem Zusammengehen der großen Wohnungsgesellschaften in Deutschland.


Quelle: Thomson Reuters

Vieles erinnert in der Tat an den M&A-Boom zur Jahrtausendwende. Doch vergessen wir nicht, dass die heutigen Volumina zwar gewaltig anmuten, gemessen an der Gesamtkapitalisierung der Weltbörsen aber immer noch weitaus kleiner sind als die "megamergers" vor 15 Jahren.

Volumen der Fusionen und Übernahmen in Milliarden Dollar
Quelle: Thomson Reuters

Auch in den vergangenen zwölf Jahren gab es schon Phasen, in denen die Akquisiteure viel wilder zuschlugen. Die großen Zahlen, die herumgereicht werden, können blenden. Sinnvoller ist es, die Volumina in Relation zur Gesamtkapitalisierung der globalen Börsen zu setzen. Da bewegt sich 2015 noch im mittleren Bereich.




Quelle: Bloomberg, eigene Recherche


Von einer Fusionsmanie kann also nicht nicht gesprochen werden. Jedoch dürfte die zunehmende Neigung der Unternehmen, über Zukäufe zu wachsen, darauf hindeuten, dass die Manager die Möglichkeiten ihrer Firma, "organisch" größer zu werden, pessimistischer einschätzen.

Das könnte darauf hindeuten, dass die Konjunktur in den USA schon 2016 kippt

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