Freitag, 2. Oktober 2015

Börsenpower aus dem Osten

There's only one large publicly traded company in Eastern Germany (except Berlin) despite a proud industrial tradition especially in Saxony

Es ist viel geschrieben worden über die Schwäche des Kapitalismus im Osten Deutschlands. Alle Börsenfirmen auf dem Gebiet der früheren DDR bringen zusammen nur 3,3 Milliarden Euro auf die Waage. Das ist gerade einmal die Hälfte dessen, was der Energieversorger RWE kostet. Und entspricht nicht einmal einem Prozent der ostdeutschen Wirtschaftsleistung.

Zumindest in diesem Jahr braucht sich die Wertentwicklung der Aktiengesellschaften aber nicht zu verstecken. Das größte börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Neuen Ländern, Carl Zeiss Meditec, hat dieses Jahr mehr als ein Fünftel zugelegt, weitaus mehr als der Dax, der gleichsam "auf Los" zurückgefallen ist.

Auch langfristig kann sich die Bilanz der Medizintechnikfirma aus Jena sehen lassen, die während des New-Economy-Booms an die Börse ging, aber in der mehr als 150-jährigen Geschäftstradition von Carl Zeiss wurzelt.


Quelle: Bloomberg

Die Carl-Zeiss-Aktie hat in den letzten zehn Jahren inklusive Dividende 163 Prozent Ertrag gebracht, das sind zehn Prozent im Jahr. Damit haben die Thüringer den Dax geschlagen, der in den Zeitraum eine jährliche Rendite von 6,7 Prozent aufweisen kann!


Das Geschäft mit medizinischen Lasern verbürgt relativ stabile Gewinne
Quelle: Bloomberg


Schade, dass es nicht mehr leuchtende Beispiele wie die Jenaer in den neuen Ländern gibt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen