Dienstag, 29. September 2015

Wein und Gold - eine geheime Verbindung

Fine wine prices seem to correlate with the gold price. They follow the ebb and flow of non-financial assets

Während die deutschen Weine Spitzenpreise erzielen, erleben die französischen Grands crus eine Marktschwäche. Der von Bordeaux und Bourgogne dominierte Edelwein-Index Liv-Ex100 hat sich dieses Jahr kaum von der Stelle bewegt und notiert immer noch ein Drittel unter seinem Hoch vom Herbst 2011.

Da hat nicht einmal die 1,1-Billionen-Geldspritze von Mario Draghi geholfen. Deren ausbleibender Effekt auf die Preise ist ein Thema, über das wir noch zu sprechen kommen werden.



Quelle: Bloomberg/Liv-Ex

Interessant ist aber etwas anderes: Die Preisentwicklung LivEx-Spitzenweine ähnelt verblüffend dem Kursverlauf von Gold:


Quelle: Bloomberg


Auch beim Edelmetall sehen wir ein Hoch im Herbst 2011, gefolgt von zuerst einer jähen Abwärts- und dann einer langen Seitwärtsbewegung. Bei Bordeaux ist oft zu lesen, die Rekordpreise von 2011 seien eine natürliche Reaktion auf die außergewöhnliche Qualität der vorangegangenen Jahrgänge 2009 und 2010 gewesen.
Die folgenden schwachen Jahrgänge 2011, 2012 und 2013 hätten das Interesse von Kennern und Investoren schließlich erlahmen lassen. So die landläufige Erklärung. 

Die bemerkenswerte Korrelation zu Gold zeigt aber, dass zumindest noch ein weiterer Faktor im Spiel gewesen sein könnte. Das gelbe Metall kennt keine Jahrgangs- und Qualitätsunterschiede. Es ist ein homogenes Gut.

Offensichtlich folgen die Preise investierbarer Weine in der gleichen Ebbe und Flut, die auch den Preis des Sachwerts Gold bestimmen



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