Mittwoch, 19. August 2015

Wer ernten will, muss säen

Auch an der Börse gilt: Wer nicht sät, wird auch nicht ernten. Bei Aktien heißt das: Gerade in der spätsommerlich-frühherbstlichen Marktschwäche lohnt ein Blick auf die Fundamentaldaten.

Die jüngste Korrektur hat viele Dax-Titel wieder so günstig gemacht, dass sich attraktive Dividenden ergeben.

Auf Basis der aktuellen Kurse und der Dividendenschätzungen für 2016 werden kommendes Jahr die Allianz und die Münchener Rück deutlich über vier Prozent Rendite bieten.


Quelle: Bloomberg, eigene Recherche


K+S, Post, Telekom, BWM, Siemens, BASF und Daimler werfen drei Prozent und mehr ab. Einige dieser Kochkaräter sind zugleich Dividendenaristokraten, also Firmen, deren Aktionäre mit einer von Jahr zu Jahr steigenden oder zumindest gleichbleibenden Gewinnbeteiligung rechnen dürfen.



Hat über die Börsenzyklen hinweg seit Jahren die Dividende nie gesenkt: Munich Re (Münchener Rück)
Quelle: Bloomberg, eigene Recherche



Auch der Technologiekonzern SAP gehört zu den Dividendenaristokraten. Aktuelle Rendite: 1,8 Prozent
Quelle: Bildunterschrift hinzufügen

Kommentare:

  1. Schön, dass es noch Blogs gibt, die tatsächlich echtes helfendes Wissen transportieren wollen. Vielen Dank! Eine Frage hätte ich zu den SAP Daten, weil Sie diese Werte auch in ihrem Artikel von 11.01.2016 in der Welt verwenden. Meines Wissens nach wurde am 23.05.2012 für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende i. H. v. 1,10 EUR gezahlt, was die Geschäftsberichte für die Jahre 2011 und 2012 auch bestätigen. Damit wäre SAP kein Dividendenaristokrat mehr. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Angaben? Grüße. Björn

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    1. Die Unterschiede sind leicht zu erklären. SAP hat 2012 eine reguläre Dividende von 0,75 Euro gezahlt. Dazu kam eine Sonderausschüttung von 0,35 Euro, also insgesamt 1,10 Euro. Solche Sonderzahlungen machen die Firmen, um zu signalisieren, dass die Aktionäre nicht jedes Jahr damit rechnen dürfen. Im Jahr 2013 ging's dann mit 0,85 Euro regulär weiter, gefolgt von 1,00 Euro 2014, 1,10 Euro 2015 und 1,15 Euro 2016, in all den Jahren ohne Sonderausschüttung. Ich denke, damit kann man SAP für deutsche Verhältnisse als Dividendenaristokrat bezeichnen. Nächste Jahr soll die Ausschüttung nochmal steigen, auf 1,20 Euro - sagen die Analysten. Wenn die Schätzungen stimmen, wären das 30 Prozent vom Gewinn. SAP hätte also noch Luft nach oben und könnte die Dividende problemlos verdoppeln.
      Danke für den Hinweis.

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