Dienstag, 11. August 2015

Globaler Währungskrieg verlagert sich nach Asien

China hat im Abwertungswettlauf der Schwellenländer noch Nachholpotenzial - nach unten. Mit der überraschenden Verbilligung des Yuan um 1,9 Prozent durch Peking am 11. August 2015 – dem stärkstem Tagesverlust seit 1994 – dürfte eine neue Phase des globalen Währungskriegs begonnen haben.


Größte "Anpassung" des Wechselkurses nach unten seit mehr als zwei Jahrzehnten
Quelle: Bloomberg

Einer Schätzung der Société Générale (SocGen) zufolge hat der Renminbi in den vergangenen zehn Jahren gegenüber den anderen drei BRIC-Währungen real um mehr als 50 Prozent aufgewertet. Das mag zu einer langsamen Erosion der chinesischen Wettbewerbsfähigkeit beigetragen haben, was die aufkeimende Finanzkrise zu verschlimmern droht.


Wertveränderung wichtiger Devisen zum US-Dollar in Prozent auf Sicht von 12 Monaten
Quelle: Bloomberg, Stand: 11.8.2015


So drastisch haben sich Yuan-Exporte durch den Wechselkurseffekt in den Dollar-Raum verteuert:


Quelle: Société Générale, Albert Edwards

"Die Bewertung des Yuan hat sich als zunehmend unhaltbar erwiesen. Die 1,9-prozentige Anpassung vom 11. August 2015 ist viel zu klein, um einen Unterschied zu machen", schreibt SocGen-Stratege Kit Juckes. Mit seiner Prognose steht der Ökonom nicht allein.

Angesichts der Probleme der Volksrepublik könnte die neue Schwäche des Renminbi leicht zweistellig werden



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