Donnerstag, 25. Juni 2015

#Grexit versus #Drachmageddon

Inzwischen platzt fast das Internet vor #Grexit-Einträgen. Google gibt 15.000.000 Suchergebnisse zu Grexit an. Als wäre der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion die Antwort auf alle offenen Fragen der Eurozone und des Lebens überhaupt. 



Begriffe wie "Grexit" sind Behälter für Gedanken, manchmal aber auch Mülleimer fürs Denken
Foto: Daniel Eckert

Die mutmaßlich existenziellen Auswirkungen eines Währungsbruchs auf die Menschen in Griechenland werden ausgeklammert.

Als Volkswirtschaft muss Griechenland sehr viel importieren, inklusive Milch und Schweinefleisch. Einer Berechnung zufolge stammen 60 Prozent der täglichen Bedarfsgüter aus dem Ausland. 

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was es bedeutet, wenn die Währung eines solchen Landes um 50 oder 70 Prozent abwertet.

Bezeichnenderweise bringt es der alternative Hashtag #Drachmageddon (eine Zusammenziehung von Drachme und Armageddon), der die Gefahren betont, auf lediglich 2.300 Einträge.


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