Montag, 29. Juni 2015

Die Griechen haben allen Grund, die Drachme zu fürchten

Warum? Das macht ein Blick auf die Inflationsstatistik des Landes deutlich. Selbst in der jüngeren griechischen Geschichte waren zweistellige Preissteigerungen keine Seltenheit. Seit der Gründung des hellenischen Staates 1830 betrug die Inflationsrate in nicht weniger als 24 Jahren 20 Prozent und mehr.

Zuletzt war das immerhin noch Anfang der Neunzigerjahre der Fall. Der Wertverlust war so stark, dass die Drachme von 2001 nur noch ein Prozent der Kaufkraft der Drachme von 1955 hatte.

Die Tendenz zur rapiden Geldentwertung hat erst vor der Jahrtausendwende nachgelassen, nicht zuletzt dank der Mitgliedschaft des Landes im Europäischen Binnenmarkt und dank der Aussicht, dem Euro beizutreten.


Zweistellige Preissteigerungsraten waren in Griechenland eher die Regel als die Ausnahme
Quelle: Bloomberg
Mit der gemeinsamen europäischen Währung haben die Griechen die Geldwertstabilität und die niedrigen Zinsen der Deutschen Mark übernommen, ein markanter Gewinn an Wohlstand und ökonomischer Planungssicherheit.

Die griechischen Wähler werden es sich beim anstehenden Greferendum und darüber hinaus gut überlegen, ob sie diesen Schatz der Stabilität wieder hergeben wollen


Kaufkraft der Griechischen Drachme 1955-2001
Quelle: FRED

Not all fiat currencies are created equal
Quelle: FRED

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