Montag, 8. Juni 2015

Bereits acht Millionen Suchergebnisse für "Grexit"

Wenn es irgendwo mit ziemlicher Sicherheit eine Bubble gibt, dann bei der Grexit-Erwartung. Das Interesse an griechischen Austrittsszenarien hat gerade ein neues Maximum erreicht. Nimmt man die Google-Suchanfragen als Maßstab, muss in Europa inzwischen eine regelrechte Grexitomanie grassieren - neben Griechenland vor allem in Deutschland.


Google-Suchanfragen nach Grexit (Greek withdrawal from the Eurozone)
Höchstwert=100
Quelle: Google Trends

Google verzeichnet bereits acht Millionen Suchergebnisse für "Grexit". Die Idee eines Austritts ist in den Medien so allgegenwärtig, dass etwas Naheliegendes gern übersehen wird: Griechenland kann sehr wohl pleite gehen, ohne dass die Mittelmeernation die Währungsunion verlässt.

Nicht unmöglich, dass Athen den Euro am Ende aufgibt. Wahrscheinlicher sind aber weiter diverse Kompromisslösungen diesseits des Grexits.

Wie alle Manien wird auch die Grexitomanie in einer mehr oder weniger großen Enttäuschung enden. Das Platzen der Grexit-Blase kommt, glaubt's mir!

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