Montag, 18. Mai 2015

What a difference ...

Ist 2015 ein gutes Jahr für Gold-Investoren oder ein schlechtes? Auf diese Frage gibt es derzeit nur eine richtige Antwort: Es kommt darauf an.

Es kommt darauf an, durch welche Brille man den Unzen-Preis betrachtet, genauer: durch die Brille welcher Währung.



So hat sich der Goldpreis seit Jahresanfang entwickelt, Veränderung in Prozent
Quelle: Bloomberg


Aus Sicht von US-Bürgern lässt die Goldpreis-Entwicklung bisher zu wünschen übrig: nur knapp vier Prozent hat sich das gelbe Metall seit Ende 2014 verteuert.

Wir in Euroland können uns dagegen nicht beklagen: In Euro beträgt das Plus zehn Prozent. Damit ist der rechnerische Ertrag 40 ungefähr mal so hoch wie der von Tagesgeld.

Dumm aus der Wäsche schauen allerdings schweizerische Gold-Anleger: Wegen des überstarken Frankens hat sich das Edelmetall in den ersten fünf Monaten in ihrer Valuta um vier Prozent verbilligt.

Noch härter trifft es in diesem Jahr die Russen: Wegen der überraschenden starken Rubel-Erholung schlägt in heimischer Währung ein rechnerisches Minus von 13 Prozent zu Buche.

Doch am Ende gleicht das nur den extrem starken Goldpreis-Zuwachs von 2014 aus, als Gold sich in Rubel um sagenhafte 74 Prozent verteuerte. Das war die Russland-Krise.

In den meisten Währungen ist das Edelmetall heute übrigens mehr wert als zu Jahresanfang: Wohlan, 2015 verspricht ein gutes Jahr für Goldpreis-Investoren zu werden!


Goldpreis in Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Wertentwicklung im Jahr 2015
Quelle: Bloomberg


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