Donnerstag, 12. Februar 2015

Zentralbanken kaufen 2014 rund 477 Tonnen Gold

Gold ist als Investment uninteressant? Nicht für die Zentralbanken! Der "öffentliche Sektor" (wie die Zentralbanken auch genannt werden) hat vergangenes Jahr 477,2 Tonnen gekauft, 17 Prozent mehr als 2013. Es war die zweitgrößte Aufstockung der Reserven in den letzten 50 Jahren.

Damit steht nun endgültig fest, dass der Preiseinbruch des Jahres 2013 die Staaten nicht von weiteren Goldkäufen abgehalten hat



Quelle: World Gold Council


Insgesamt haben Staaten in den vergangenen fünf Jahren 1.964 Tonnen des gelben Metalls im Wert von 68 Milliarden Euro (nach heutigem Kurs) erworben. Das entspricht mehr als einer halben Jahresproduktion aller Goldminen der Welt.

Bergwerke förderten im vergangenen Jahr insgesamt 3.114 Tonnen des Edelmetalls und damit so viel wie noch nie. Außerdem wurden 1.122 Tonnen Altgold wiedergewonnen, was einem Siebenjahrestief entsprach.

Der eifrigste Goldkäufer 2014 war Russland mit 173 Tonnen, gefolgt von Kasachstan und dem Irak mit je 48 Tonnen. Die einzige Zentralbank, die letztes Jahr in größerem Umfang Gold abstieß, war die der kriegsgebeutelten Ukraine.

Wie die Übersicht zeigt, ging ein Gros der Käufe seit September auf das Konto der Russen: 


Goldkäufe der Notenbanken 2014
Quelle: World Gold Council

Nach Schätzung der Commerzbank werden die Staaten der Welt 2015 weitere 400 Tonnen Gold erwerben - und den Trend zu einer höheren Deckung der Währungsreserven mit Edelmetall fortsetzen

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