Freitag, 6. Februar 2015

Am Euro hängt, zum Euro drängt doch alles

Die heute veröffentlichten Zahlen zu den Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) liefern ein Indiz dafür, dass die Eidgenossen weiter massiv am Devisenmarkt intervenieren, um den Franken-Kurs zu drücken.

Hätte die SNB nicht im großen Stil Fremdwährungen gekauft, müssten die Bestände im Januar 2015 rechnerisch gefallen sein.

Denn Dollar und Euro haben nach dem Franken-Schock vom 15. Januar 2015 stark abgewertet, die Gemeinschaftswährung bis heute rund zwölf Prozent. Von einem Rückgang der Devisenreserven in Franken ist jedoch nichts zu sehen, wie dieser Graph zeigt:


Quelle: Schweizerische Nationalbank


Ökonomen beziffern den Wert der mutmaßlichen Devisenkäufe, die diesen Wertverlust im Januar ausgeglichen haben, auf 57 Milliarden Franken. Nicht unwahrscheinlich also, dass die SNB - wie seit Tagen kolportiert wird - inoffiziell weiter einen Mindestkurs zum Euro oder eine Bandbreite fährt

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