Donnerstag, 8. Januar 2015

"German savings glut"

Von wegen Entsparen! Deutsche Banken melden so hohe Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten wie noch nie in der Geschichte. Die Einlagen nähern sich der Marke von zwei Billionen Euro, was bedeutet, dass jeder Bundesbürger durchschnittlich fast 25.000 Euro auf dem Konto hat.

Das ist fast so etwas wie eine "German savings glut", ein Ersparnis-Übermaß.


Die Bankguthaben in Deutschland erreichen immer neue Höhen. Bald sind es 2000 Milliarden Euro
Quelle: Bloomberg

Auffällig ist, dass sich die Flucht ins Sparbuch zuletzt beschleunigt hat. Die jüngsten verfügbaren Daten (vom November 2014) zeigen einen Einlagen-Zuwachs von 21,8 Milliarden Euro. Das ist das stärkste Plus seit dem Krisenjahr 2008.



Noch vor der neuen Grexit-Debatte brachten die Bundesbürger so viel Geld zur Bank wie seit 2008 nicht mehr
Quelle: Bloomberg, eigene Recherche

Nur im Herbst 2008, nach der Pleite der Investmentbank Lehman mit ihren nachfolgenden schweren Markterschütterungen, wurden größere monatliche Zuwächse verzeichnet. Damals, im Oktober 2008, schafften die Bundesbürger 38,7 Milliarden Euro aufs Konto. Zuvor hatten sie allerdings auch überdurchschnittlich viel von Ihren Konten abgezogen.

Es wird sehr interessant sein zu sehen, was die Daten für Dezember und Januar bringen. Denn die Verunsicherung durch die griechischen Neuwahlen hat sich in den November-Zahlen noch nicht niedergeschlagen

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