Mittwoch, 26. November 2014

Wer ist der größte Währungsmanipulator der Welt?

Nicht der, den man im Sinn hat. Gemessen an der Größe der eigenen Volkswirtschaft greift keiner so sehr am Devisen- und Finanzmarkt ein wie die Schweiz.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Bilanzsumme durch die sukzessive Interventionen auf 523 Milliarden Franken aufgebläht, das entspricht 84 Prozent des eidgenössischen Bruttoinlandsprodukts.  


Quelle: Bloomberg, eigene Recherche


Im Vergleich mit der SNB wirkt die EZB fast wie ein Währungskriegsverweigerer. Das Volumen ihrer Bilanzsumme entspricht gerade mal einem Fünftel des Euroland-BIP. 

Zweitgrößter Devisenmanipulateur sind die Chinesen, gefolgt von den Japanern, die allerdings stark aufholen.

Zur Ehrenrettung der Eidgenossen muss gesagt werden, dass auch so kaum eine Währung so sehr überbewertet ist wie der Schweizerfranken. Laut Big Mac Index des "Economist" ist der Franken zum Dollar um 43 Prozent zu teuer

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