Donnerstag, 20. November 2014

Russlands verwundete Ökonomie

Russlands verwundete Ökonomie ist das Titelthema des "Economist" von dieser Woche. Schon jetzt sind die Zeichen dieser Verwundung nicht mehr zu übersehen. Sie rührt nicht nur aus dem Ringen mit dem Westen um die Ukraine, sondern auch aus unterlassener Selbstpflege.

In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten gehörte Russland zu den wachstumsstärksten Ländern der Welt. Die Wirtschaft des Bären expandierte zwischen 1998 (dem Jahr des Staatsbankrotts) und 2013 um fünf Prozent pro Jahr, den fast achtprozentigen Einbruch das Jahres 2009 eingerechnet. Alles in allem hat sich das russische Bruttoinlandsprodukt seit dem Tief vor der Jahrtausendwende verzehnfacht.

Die Zeiten solcher Wachstumsraten sind vorbei. Schon 2013 ist der Zuwachs auf 1,3 Prozent gefallen, kein berauschender Wert für einen Emerging Market, der zumindest potenziell enormes Nachholbedarf hat. Dieses Jahr dürfte die russische Ökonomie allenfalls stagnieren, und für 2015 sagen die meisten Prognostiker gar einen Rückgang um 0,5 Prozent voraus.


Quelle: The Economist


Wirtschaft ist nicht alles, aber wenn ein großes Schwellenland als Wachstumstreiber ausfällt und über geopolitische Konfrontationen zusätzliche Unsicherheit provoziert, bleibt das nicht ohne Auswirkungen auf die Weltkonjunktur und die Finanzmärkte

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