Montag, 24. November 2014

Gold beißt Aktie - nicht wirklich

Gold und Aktien sind wie Katz' und Maus. Von wegen!

Investments in Gold und Aktien schließen sich nicht aus. Mit beiden Anlagen waren langfristig gute Erträge zu erzielen. Welches Investment die Nase vor hat, hängt vom Einstiegszeitpunkt ab, wobei tendenziell Aktien (als Produktivkapital) die bessere Wahl waren.


Die Veränderung von Dow Jones Industrial (rot) und Goldpreis (blau) in Prozent seit den Siebzigern. Häufig entwickeln sich beide in die gleiche Richtung, vor allem seit der Jahrtausendwende
Quelle: Bloomberg, eigene Recherche


Wer 1971, beim Ende des Festwechselkurssystems von Bretton Woods in weiser Voraussicht Gold kaufte, konnte rechnerisch einen Ertrag von acht Prozent jährlichen erzielen, mit dem Dow Jones waren sieben Prozent möglich, allerdings - und das ist eine wichtige Einschränkung - ohne Dividenden.

Wer zwei Dekaden später, im Jahr 1991, einstieg, fuhr mit Aktien besser als mit Gold, konnte aber auch mit den gelben Metall eine ordentliche Rendite von fünf Prozent machen, worüber sich in den Zeiten des Nullzins heute wohl niemand beschweren wird.


Das zurückliegende Vierteljahrhundert war für Aktien-Investoren eine fulminante Zeit: Mehr als zehn Prozent warfen die Papiere des US-Leitindex Dow Jones ab, fast doppelt so viel wie Gold - Transaktionskosten außen vor gelassen
Quelle: Bloomberg


Was die Daten ebenfalls zeigen: Gold-Anleger müssen immer wieder lange Durststrecken ertragen, und wenn ich schreibe lange, meine ich: lange. Zwischen 1991 und 2003 rührte sich der Unzenpreis nicht von der Stelle. Inflationsbereinigt bescherte Gold seinen Fans in der Zeit ein fettes Minus.

Allgemein aber gilt: Aktien und Gold sind nicht wie Katz' und Maus, eher wie Hund und Katz' ... Sie jagen sich und sie vertragen sich


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