Dienstag, 4. November 2014

Crashmonsterbücherbubble

Liebe Verlage, bitte sendet mir nach dieser Saison keine Bücher mehr über den bevorstehenden Geld-Kollaps zur Rezension. Keine Apokalypsen mehr, keine Infernos, keine Massaker, keine Monstercrashs.

Ich glaube zwar auch, dass unser Geldsystem irgendwann zusammenbrechen wird, aber: Inzwischen kenne ich alle Argumente und alle Szenarien, vor allem kenne ich alle Horror-Metaphern. Wenn ich mich gruseln will, gehe ich lieber ins Kino.

Mir kommt es so vor, als hätte inzwischen jeder über das Thema Der ultimative finanzielle Kollaps geschrieben: Dumme wie Kluge, Versierte, Versehrte und Versicherte, Versteher und Verblender. Wobei auffällt, dass sich die Bücher der Klugen meist schlecht, die der Dummen meist gut verkaufen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Im Großen und Ganzen scheinen wir Bundesbürger uns inzwischen einig, dass unser Geldsystem schlecht und unsere Finanzwirtschaft übel enden wird. Da wundert man sich nur, dass die Bevölkerung als Ganzes immer mehr Geld aufs Bankkonto schaufelt.

Und dass die politisch Verantwortlichen, die etwas ändern könnten, von alledem nicht viel wissen wollen. Trotz der vielen Bestseller. Sollten sich Crashbücher kaufen und Crashmonster nähren am Ende nicht ausschießen?

Was mich angeht: Wenn ich mich nur gruseln will, gehe ich lieber ins Kino

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