Mittwoch, 17. Januar 2018

Branchenprima? Nur nicht für Aktionäre

Auf alle, die frustriert sind über die Wertentwicklung der Deutsche-Bank-Aktie, wird diese Info vermutlich nicht gerade stimmungsaufhellende Wirkung haben:

Trotz ihrer grandios schlechten Börsenentwicklung produziert die Deutsche Bank von allen deutschen Kreditinstituten die mit Abstand meisten Einkommensmillionäre. Vermutlich gibt es kein zweites Unternehmen im Dax, das so viele Siebensteller auf ihrer Gehaltsliste hat.

Wie aus einer Auswertung von Finanz-Szene hervorgeht, bekommen beim größten Geldhaus unseres Landes nicht weniger als 316 Mitarbeiter ein Gehalt von mindestens einer Million Euro. Nicht in der Zahl enthalten sind die vier Einkommensmillionäre der Deutsche-Bank-Tochter Postbank.

Selbst ohne die Postbank mitzuzählen, hätte die Deutsche Bank 300 (!) Einkommensmillionäre mehr als das nächste Finanzinstitut in der Liste, die DZ Bank. Bei der DZ Bank kassieren 16 Angestellte ein Millionengehalt. Bei der Nummer drei, der Commerzbank, sind es vermutlich nur zehn. 

Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2016 und basieren laut Finanz-Szene auf einer Auswertung von Geschäftsberichten.

Das Jahr, in dem die Deutsche Bank 316 Millioneneinkommen zahlte, war übrigens das Jahr, in dem die Deutsche-Bank-Aktie ein Minus von 23 Prozent machte. In jenem Jahr schrumpfte das Eigenkapital des Geldhauses von 62,7 auf 59,8 Milliarden Euro.



Aber für die Top-Banker war genug da

Dienstag, 16. Januar 2018

Willkommen im Einwanderungsland Deutschland

Deutschland ist jetzt mehr oder weniger offiziell ein Einwanderungsland. Wie gerade veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts zu entnehmen ist, lag die Netto-Zuwanderung 2016 bei einer halben Million Menschen (498.000 Personen). Im Jahr 2015, dem Jahr der Flüchtlingskrise, waren netto schon einmal 1,1 Millionen Menschen (1.139.000 Personen) nach Deutschland gekommen.

Der Ausländer-Anteil an der Gesamtbevölkerung ist damit schon 2016 auf ein historisches Hoch von 11,2 Prozent gestiegen. Für 2017 ist mit einem weiteren Anstieg dieser Quote zu rechnen, denn der Zuzug setzt sich, wenngleich nicht ganz so kräftig, fort. Gleichzeitig geht die deutsche Bevölkerung zurück. Im Jahr 2016 sank die Zahl der Deutschen um 0,3 Prozent.

Die Frage nach dem Ob der Zuwanderung stellt sich aus Sicht der Wirtschaft gar nicht. Denn das heimische Potenzial an Arbeitskräften ist im Boom nahezu ausgeschöpft.

Der überwiegende Teil der Zuwanderer findet in der Bundesrepublik schnell Arbeit, zumindest in der jetzigen Hochkonjunktur. Die Beschäftigung ausländischer Bürger ist in den zurückliegenden zwölf Monaten (bis Mitte 2017) um elf Prozent auf 3,5 Millionen geklettert. Bei den deutschen Staatsbürgern fiel die Zunahme mit plus 1,4 Prozent deutlich geringer aus.

Gleichwohl steigt auch die Ausländer-Arbeitslosigkeit. Zuwanderer stellen bereits 26 Prozent der Arbeitslosen, was nicht zuletzt an den Flüchtlingen liegt, die zunehmend bei den Jobcentern vorstellig werden.

Der überwiegende Teil der Zuwanderer findet in der Bundesrepublik Arbeit. Die Beschäftigung ausländischer Bürger ist in den zurückliegenden zwölf Monaten (bis Mitte 2017) um elf Prozent auf 3,5 Millionen geklettert. Bei den deutschen Staatsbürgern fiel die Zunahme mit plus 1,4 Prozent deutlich geringer aus.


Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen
Die 73,3 Millionen deutsche Staatsbürger und die 9,2 Millionen Ausländer summieren sich auf eine Gesamtbevölkerung von 82,5 Millionen.

Gleichwohl steigt auch die Ausländer-Arbeitslosigkeit. Zuwanderer stellen bereits 26 Prozent der Arbeitslosen, was nicht zuletzt an den Flüchtlingen liegt, die zunehmend bei den Jobcentern vorstellig werden.

Und auch bei der Sozialhilfe nehmen Ausländer einen immer größeren Anteil ein. In insgesamt vier Bundesländern beanspruchen Zuwanderer der ersten und zweiten Generation bereits mehr als 40 Prozent aller HartzIV-Leistungen.


Die Daten beziehen sich auf den Herbst 2017
Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BA), eigene Berechnungen

Nun kann Grundsicherung ein vorübergehender Zustand oder ein Dauerzustand sein. Ob es gelingt, die neuen Bürger relativ schnell aus der Sozialhilfe in Lohn und Brot zu bringen, ist der Prüfstein schlechthin, ob ein pursuit of happiness in Germany möglich ist, zumal die Bundesrepublik unter Angela Merkel weitgehend darauf verzichtet hat, eine gezielte Einwanderungspolitik zu machen.

Daran entscheidet sich, ob das Migrationsmodell Deutschland funktioniert oder nicht. Die Jobcenter werden zu Integrationscentern:


Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen

Montag, 15. Januar 2018

Jungspunde an der Spitze

Im Jahr 2018 haben die größten fünf Unternehmen der Welt ein Durchschnittsalter von nur 30 Jahren. Das jüngste, Facebook, ist nicht einmal volljährig.


Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen


Die älteste Firma unter den Top-10 ist überraschenderweise eine Bank, JP Morgen Chase, allerdings eine, die in ihrer Geschichte zahlreiche Fusionen und Umgestaltungen durchlief. Die Ursprünge des US-Finanzriesen gehen gleichwohl bis ins Jahr 1852 zurück.

Diese Aufzählung zeigt aber nicht nur, welcher Umbruch in der Wirtschaftswelt stattfindet, sondern auch wie schwierig es ist, den Wert der schnell wachsenden Firmen richtig einzuschätzen und mit der Entwicklung Schritt zu halten.

Im Januar 2015 war ExxonMobil noch die Nummer zwei (!), heute findet sich der US-Ölmulti erst auf Position 11 wieder. Noch mehr abgesackt ist der chinesische Konkurrent PetroChina, damals sechstplatzierter hinter Microsoft, heute - nach Gewinneinbruch und Dividendenkürzung, weit zurückgefallen.

General Electric behauptete sich vor drei Jahren auf Rang zehn (damals mit einem Börsenwert von 240 bis 270 Milliarden Dollar), heute ist das Traditionsunternehmen nicht einmal mehr unter den größten 50! So schnell kann es gehen.

Die jetzige vierte der Weltrangliste, Amazon, war Anfang 2015 noch Nummer 35 und die Nummer 6, Tencent, lungerte damals noch auf Rang 37. Auch Facebook und Alibaba waren vor drei Jahren gerade erst in die Top-20 vorgestoßen.

Der hohe Anteil von Firmen-Jungspunden unter den Top-10 hat für Anleger auch Nachteile: In der Spitzengruppe zahlt nur die Hälfte der Gesellschaften eine nennenswerte Dividende. Alphabet (Google), Amazon, Facebook und Alibaba schütten überhaupt nicht aus, Tencent bedenkt seine Anteilseigner nur mit einer Minidividende, die aktuell 0,2 Prozent des Kurswerts entspricht.
Zugegeben, die üppigen Kursgewinne trösten darüber hinweg.

Da auch Warren Buffetts Berkshire Hathaway (die Nummer 7) keinen Gewinnanteil aufs Konto überweist, gibt es nur vier echte Dividendenzahler unter den größten zehn Firmen der Planeten: Johnson&Johnson (aktuelle Rendite 2,4 Prozent), JP Morgan Chase und Microsoft (beide 1,9 Prozent) sowie Apple.


Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen

Die Rendite der Nummer eins, Apple, ist mit 1,5 Prozent zwar relativ niedrig, da der iPhone-Erfinder an der Börse allerdings 900 Milliarden Dollar schwer ist, spülen die vier Quartalsdividenden in Höhe den Aktionären im Jahr rund 13 Milliarden Dollar in die Kassen. Das ist mehr, als manches Dax-Mitglied wert ist!

Apropos, die größte deutsche Firma ist SAP, die mit einer Dollar-Market-Cap von 137 Milliarden international auf Position 64 rangiert. Der Software-Konzern (Jahrgang 1972) ist abgesehen von Vonovia (eingetragen 2001), deren Vorläufer Deutsche Annington und Gagfah allerdings schon Jahrzehnte vorher im Geschäft waren, die jüngste Firma im Deutschen Aktienindex Dax

Mittwoch, 10. Januar 2018

Historische Wende am deutschen Arbeitsmarkt

Für jeden, der wie ich in den Siebziger- und Achtzigerjahren in der Bundesrepublik aufgewachsen ist, war es ein permanenter Begleiter: Arbeitslosigkeit und die Angst davor.

Tatsächlich war ein Mangel an Jobs schon vor der Schröder-Ära ein permanentes Problem. Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahren spitzte es sich dann zu. Die Schlagzeile "Sechs Millionen Erwerbslose" war der Schock, der die Hartz-Gesetzgebung möglich machte.

Heute ist Deutschland ein anderes Land. Ein Land, das so viel arbeitet wie noch nie.


Historischer Beschäftigungsboom: Fünf Millionen Menschen mehr im Erwerbsleben
Quelle: Statistisches Bundesamt


Seit 2005 hat die Zahl der Erwerbstätigkeit um fünf Millionen zugenommen, von 39,3 Millionen auf 44,3 Millionen Menschen! Der rasche Zuwachs an Beschäftigung in den letzten zwölf Jahren kommt für Deutschland daher einer Revolution gleich.

Es ist ein Beschäftigungsboom, der nicht nur in der deutschen Geschichte, sondern sogar in der europäischen seines Gleichen sucht.

Erwerbslosigkeit ist nicht völlig aus Europas größter Ökonomie verschwunden. Doch in manchen Regionen und Berufen herrscht tatsächlich Vollbeschäftigung.


Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Gleichwohl trübte bis vor kurzem eines das Bild ganz gewaltig: Es schien eine große Zahl von Menschen zu geben, die trotz aller Bemühungen selbst im Wirtschaftsboom nicht zu vermitteln waren.

Die "eine Million Langzeitarbeitslose" wurden zum Bestandteil jeder sozialpolitischen Rede, sonntags wie werktags.

Tatsächlich schien sich zwischen 2011 und 2016 an dieser Front nichts zu tun. Endlich scheint seit dem letzten Jahr auch hier Bewegung in den Arbeitsmarkt gekommen zu sein.

Wenn die amtlichen Zahlen nicht lügen, gibt es seit 2017 erstmals deutlich weniger als eine Million Langzeitarbeitslose. Allerdings war 2017 ein Wahljahr und es muss sich erst zeigen, ob die Daten womöglich durch allzu aktive "Maßnahmen"-Politik verzerrt sein könnten.


Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen

Fest steht, und das ist ein gutes Zeichen, dass die Langzeitarbeitslosigkeit prozentual schneller sinkt als die Arbeitslosigkeit insgesamt.

Das ist ein sehr guter Trend. Die Kategorie "schwer vermittelbar" wird neu definiert

Dienstag, 9. Januar 2018

So hoch ist die Zehn-Jahres-Dividende

Wer Anfang 2008 Siemens-Aktien kaufte, hatte keine Ahnung, was im bevorstand. Schon ein Jahr später würde er sich in der schwersten Finanzkrise seit den Dreißigerjahren wiederfinden. Chaos und monetärer Weltenbrand. Von weit über 100 Euro kommend würde der Kurs bis unter 40 Euro abtauchen. Autsch.

In all der Zeit gab es für Aktionäre jedoch einen Trost: Der Technologiekonzern zahlte Dividende, Jahr für Jahr, ununterbrochen, trotz Krise.

Mit einer Handvoll anderer Firmen zählt Siemens zu den verlässlichen Dividendenzahlern im Dax. Wenn es heißt, dass Ausschüttungen in der Theorie langfristig 40 bis 50 Prozent zum Gesamtertrag von Börseninvestments beitragen, dann zeigen diese Firmen, was das konkret bedeutet.

Selbst vom jetzigen erhöhten Preisniveau ausgehend, ergeben die seit 2008 überwiesenen Dividenden eine schöne Rendite. Siemens hat seit 2008 insgesamt 26,90 Euro ausgeschüttet, auf den aktuellen Kurs bezogen sind das circa 2,2 Prozent jährlich.

Damit ist Siemens nicht einmal der King im Dax.

Gemessen an den Notierungen von Januar 2018 brachten die zehn Dividendenzahlungen seit 2008 Allianz-Anteilseignern 2,7 Prozent und Aktionären von Munich Re sogar 3,7 Prozent. Ebenfalls nicht schlecht: Deutsche Post, Bayer, Linde, Henkel, SAP, Adidas und Fresenius.


Vom heutigen Kurs zurückgerechnet brachten Munich Re, Allianz und Siemens jedes Jahr seit 2008 mehr als zwei Prozent Ertrag in Form von Dividenden. Die hellblaue Linie markiert die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen (aktuell 0,4 Prozent)
Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben, eigene Recherche


Sinn ergeben solche Betrachtungen nur, wenn man es mit einem verlässlichen Dividendenzahler zu tun hat. Nicht die Höhe der Ausschüttung ist entscheidend, sondern die Nachhaltigkeit.


Quelle: Unternehmensangaben


Interessant ist auch folgende Überlegung: Wer vor genau zehn Jahren 1000 Euro in Siemens-Titel investierte, erzielte allein mit Dividenden bis heute einen Ertrag von 260 Euro. Bei der Allianz beträgt die Zehn-Jahres-Gesamtausschüttung aus zehn Jahren 368 Euro, bei der Munich Re sogar 514 Euro.

Der Rückversicherer hat seinen Aktionären seit 2008 als mehr als die Hälfte ihres ursprünglichen Investments in Form von Gewinnbeteiligungen aufs Konto gepackt. Das nenne ich finanzielle Freiheit!

Die Dividenden-Idee funktioniert jedoch nur, wenn hinter der Ausschüttung ein funktionierendes Geschäftsmodell steht, das nicht allzu leicht angreifbar ist.

Wie die Energieversorger und die Banken im Dax aufs Schmerzlichste beweisen, liefert eine zeitweise hohe Ausschüttung keinen Schutz gegen Kursdesaster

Samstag, 6. Januar 2018

Bicoin bekommt immer mehr Konkurrenz

Für Krypto-Investoren hätte das Jahr nicht besser anfangen können. In der ersten Handelswoche 2018 ist der Wert der wichtigsten digitalen Währungen um fast 200 Milliarden Dollar gestiegen.

Eine Kursexplosion von knapp einem Drittel (32,4 Prozent) des vorherigen Dollar-Volumens!

Insgesamt billigen Anleger und Spekulanten den Talern aus dem Internet jetzt eine Kapitalisierung von 789 Milliarden Dollar zu.

Allein die Top-5 der Kryptos, Bitcoin, Ripple. Ethereum, Bitcoin Cash und Cardano haben in fünf Handelstagen 133 Milliarden an Wert gewonnen. Eine fiebrige Jagd nach schnellen Gewinnen und die Hast des Schnellnochdabeiseins.


Quelle: coinmarketcap.com

Die prozentual größten Gewinner der ersten fünf Tage waren NEM (mit plus 65 Prozent!) und Stellar (mit plus 59 Prozent!). Das Interesse der spekulativen Investoren konzentriert sich auf Bitcoin-Konkurrenten, die Transaktionen erlauben, die schwerer Personen zuzuordnen sind als Bitcoin-Überweisungen.

Besondere Aufmerksamkeit genießt seit einiger Zeit Monero, das Absender und Volumen der Transaktion verschleiert. Vor zwei Jahren noch nahezu unbekannt bringt es Monero heute auf eine Marktkapitalisierung von sechs Milliarden Dollar. (Allein in den letzten zwei Monaten des Jahres hat sich der Monero-Wert vervierfacht.)

Der Aufstieg der Altcoins hat dazu geführt, dass die Nummer eins nur noch für 36 Prozent des Krypto-Börsenwerts steht.


Die Zeiten der Bitcoin-Dominanz sind vorbei
Quelle: coinmarketcap.com

Was für ein Kontrast zum Zustand vor zwei oder drei Jahren. Damals entfielen mehr als 90 Prozent der gesamten Krypto-Marketcap auf den Primus.



Ende 2014 gab es Bitcoin, Ripple, Litecoin ... und dann lange nichts

Längst gibt es mehr Varianten von Kryptogeld als gesetzliche Zahlungsmittel. Das Kasino der Geld-(R)Evolution ist eröffnet, das Roulette-Rad dreht sich mit atemberaubender Geschwindigkeit.

Aber irgendwann wird es zum Stehen kommen. Und nicht jeder kann gewinnen


Freitag, 5. Januar 2018

Industrie verliert an Gewicht

Wenn es eine Zahl gibt, die den Unterschied zwischen der US- und der deutschen Volkswirtschaft deutlich macht, dann diese: 8,5 Prozent. So niedrig ist der Anteil der Amerikaner, die in der Industrie beschäftigt sind.

Jenseits des Atlantiks verdient nicht einmal jeder zehnte Erwerbstätige seine Brötchen mit der Herstellung von Autos, Maschinen oder anderen industriellen Gütern. Ein ganz anderes Bild in Deutschland: Hierzulande ist die Industriearbeiter-Quote mit 18,5 Prozent mehr als doppelt so hoch.




Quelle: FRED

Die Politik von Donald Trump hat an diesem Zustand wenig geändert. Das Gewicht der Industrie an den Stellen sinkt zwar nicht mehr wie nahezu durchgehend seit den Fünfzigerjahren, ist aber ebenso gering wie 2007. Schon unter Trumps Vorgänger Obama hatte, nach der Finanzkrise, eine Stabilisierung eingesetzt.


Quelle: FRED 

Seit der Wahl des Immobilientycoons im November 2016 ist die Zahl der Industriejobs in Amerika um knapp 200.000 gewachsen, die Erwerbstätigkeit insgesamt hat aber um 2,1 Millionen zugenommen, wodurch die Bedeutung von "Manufacturing" sogar (leicht) abgenommen hat.

Auch in Deutschland werden diverse Formen von Dienstleistung im Verhältnis zur Industrie immer wichtiger. Services stehen heute für drei Viertel aller Jobs. Allerdings bleibt das Produzierende Gewebe im industriellen Kernland der EU stark. Beinahe jeder fünfte Job hängt in der Bundesrepublik an der Industrie.


Im Industrieland Deutschland verdienen jetzt drei Viertel der Erwerbstätigen ihr Geld mit Dienstleistungen
Quelle: Statistisches Bundesamt

Die absoluten Zahlen sind aufschlussreich: Den 8,2 Millionen Arbeitern und Facharbeitern in Deutschland stehen in den Vereinigten Staaten mit ihrer viermal so großen Bevölkerung (!) nur 12,5 Millionen manufacturing jobs gegenüber